Dordogne

Juni 2020

21. Juni 2020

Coux-et-Bigaroque Mouzens
Belvès
Cadouin

Kaum zehn Kilometer von unserer Residenz entfernt liegt Belvès, was uns sozusagen zu einem Besuch verpflichtet. Wieder fahren wir mitten in den Ort rein, deponieren den Clio und wandern die vom Guide-Michelin empfohlene Route ab. Die Einheimischen sitzen vor den Restaurants und in den Gassen und lassen sich das Sonntagsessen munden, während wir uns der Kultur hingeben. 

20. Juni 2020

Coux-et-Bigaroque Mouzens
Domme
La Roque-Gageac

Morgens um sechs sind wir eingenebelt, dass man kaum ans Ende des Grundstücks sieht. Die Vögel begleiten trotzdem den ersten Kaffee und die dazugehörige Zigarette. Das Händy erklärt, dass da ein Orpheusspötter seine Show abzieht.
Heute steht Domme auf dem Programm, ein Städtchen, das hoch über der Dordogne thront. Der Michelin-Guide erwähnt, dass es kaum möglich ist, da oben eine Parkplatz zu finden und dass man deshalb den Shuttlebus vom Fuss des Felsens hinauf nehmen soll. Wir profitieren einmal mehr vom Corona-Bann und können für unseren inzwischen lieb gewonnen Clio ein nettes Plätzchen aussuchen, auf dem er brav wartet, bis unser Rundgang beendet ist. 
Die Aussicht auf die mäandernde Dordogne ist fantastisch. Während Peter sie geniesst, wundert sich Ursula über die bereits fast leere IceTea-Flasche, findet den vermissten Inhalt dann glücklicherweise doch noch im Rucksäckli. 

Auf dem Rückweg stoppen wir in La Roque-Gageac, ein in ocker gehaltenes Dorf, das unter dem Fels neben der Dordogne klebt. Wir spazieren einmal hin und einmal her durch die schmale Gasse, wundern uns, dass offenbar schon im ausgehenden Mittelalter im Hinblick auf touristische Freuden im 21. Jahrhundert sorgfältig pittoresk gebaut wurde, schauen auf den Fluss und hinauf zu den Resten einer Burg, die in Felsspalten gebaut worden war. Den Auf- und vor allem den Abstieg über eine abenteuerliche Gittertreppe ersparen wir uns. 
Schliesslich steht uns noch der Einkauf in unserem Lieblings-Supermarché in St-Cyprien an. Erstaunlicherweise sind unsere geliebten Weinvorräte schon wieder dahingeschmolzen. Ausserdem warten der inzwischen schön solargeheizte Pool und die Terrasse auf uns. Ursula saniert die Zehennägellackierung und Peter liesst, bis die Buchstaben tanzen.

19. Juni 2020

Coux-et-Bigaroque Mouzens
Beynac-et-Cazenac und anderes

Ursula badet wirklich im etwa 17°C kalten Pool. Das muss man nicht verstehen. Nur weil ein Wasserdings da ist, heisst das ja nicht, dass ich reinhüpfe. Aaaaber jedem das Seine.
Ursula dirigiert Peter nach Beynac-et-Caszenac (die Gegend ist reizend, die Schlösser oder ihre Überreste ebenso, aber was Peter nicht versteht, ist weshalb jedes Kaff mindestens einen komplizierten Doppelnamen haben muss, als möchte es in der Schweiz Politikerin werden wollen). Ursula präfertiert einen Parkplatz, der zu Bequemlichkeit neigende Peter wählt einen anderen. Direkt an der Dordogne darf unser Clio ruhen, während dessen wir den Aufstieg zum Schloss beginnen.
Okay, pitoresk, hübsch, sauber aber auch sauanstrengend. Eigentlich müsste man angeseilt sein beim Marsch durch dieses Dorf. Oben angekommen, kann man die wegen Corona-Massnahmen geschlossene Burg und auch die imposante Kirche nicht besichtigen. Damit kann sich Peter abfinden.
Seine Zweifel - im Schweisse seines Angesichts, Rückens, Bauches - beziehen sich eher darauf, dass es da ein leeren, grossen Parkplatz hat. Warum musste er da in der Hitze gefühlte tausend Höhenmeter überwinden? Runter muss er auch wieder und am Ufer der Dordogne klappern seine Kniescheiben wie Castagnetten. Peter ist knapp davor ins Koma zu fallen.
Weil das Schöne so nah liegt, kurven die beiden weiter. Peter pflotscht auf dem Fahrersitz, wie wenn er in der Dordogne gebadet hätte, was Ursula nicht dazu erweichen könnte, die Klimaanlage zu aktivieren: sie mag die Bise an den besandalten Füssen nicht.
Nach einer kleinen Rundfahrt nach Castelnaud la Chapelle (beeindruckendes Schloss in dem die Engländer während des hundertjährigen Krieges die Franzosen gegenüber - ja, auf dem Felsen, den Peter und Ursula heldenhaft erklungen haben! in Schach hielten) und Les Milandes (da lebte Josephine Baker, ja, das war die mit dem Bananenröckchen und dem Kokosnuss-BH, mit ihren geschätzten fünfzehn Adoptivkindern bis zum Konkurs), wo wir nicht viel mehr sahen als schöne Landschaft und imposante Häuser, weil der Zutritt überall coronaverboten ist, was aber auch genügte nach der Strapaze bei Beynacundsoweiter, schafften wir es dann wieder in unser wunderbares Anwesen.
Daheim - in unserem temporären Daheim - kocht Peter Entrecôtes und Kartoffeln mit Ursulasalat. 
Davor haben wir mit den Münchnern nach ein paar misslungenen Anläufen via WhatsAppVideo schlicht telefoniert, weil Freitag 18 Uhr der Apérotelefontermin ist. Vor allem die Geschichte des verpeilten Felix' und Detlef mit Kamera bei Heftigregen im Ackersumpf erheiterte allerseits (möglicherweise Detlef nicht so sehr).
Wir essen genüsslich. 
Ursula will danach nicht würfeln, weil sie lesenliegenschlafen möchte. Also plaudern wir ohne zu würflen bis nach ein Uhr.

18. Juni 2020

Coux-et-Bigaroque Mouzens
Ausfahrt nach Sarlat la-Canéda

Wir sind bei den ersten Kaffees als die Poolmeister eintreffen: Der Sohn putzt den Pool, der Vater erzählt.

Die erste Ausfahrt in der Dordogne führt uns nach Salat la Canéda. Ob das klug ist sei dahingestellt, denn (mindestens gemäss Guide Micheline) ist dieser Ort das Highlight der Region. Der erste Eindruck bestätigt, dass das stimmen dürfte.
Alle Häuser sind mit dem ockerfarbigen Stein gebaut. Das Städtchen leuchtet sanftsenfgelb.Beim Kaffee auf dem Hauptplatz neben dem imposanten Metallscheunentor der bei der Revoilution geschleiften Kirche, welches Jean Nouvel hinbasteln liess (Klugscheisserinput: der Herr Nouvel wuchs in Sarlat auf), stellen wir fest, dass die meisten Franzosen - und andere Touristen gibt es im Moment nicht - eher oder deutlich kleinwüchsig sind. Für den Rest der Tour mach Peter einen Buckel, damit er nicht nicht überragend wirkt.
Zum Znacht gibt es ein wirklich gutes Entrecôte mit Kartoffeln, Salat, Sicht ins Grüne und Vogelgezwitscher.

17. Juni 2020

 Tournus - Coux-et-Bigaroque Mouzens

Wir besichtigen die Kathedrale von Tournus, bummeln durch das Städtchen, kaufen Käse und Gemüse, brauchen dringend einen Espresso - und einen Optiker: Letzte Nacht hatte Peter ein Rencontre mit der Glastüre zwischen Bad und WC. Die kann man im Dunkeln auch nicht sehen! Wobei das Sehen generell schwerfällt, da in allen Ladenlokalen Maskenpflicht besteht, was Brillenträgern permanenten Nebel beschert.
Auf leeren Autobahnen nehmen wir die letzten 550km unter die Reifen. Hie und da überholt man einen Lastwagen, ansonsten läuft - respektive fährt - kaum etwas.
Der Abstecher nach Citeaux erweist sich als Flop, da die Kirche richtig hässlich ist und überhaupt nicht mit der Erinnerung von vor
Wir finden das Haus beim ersten Anlauf - und sind hin und weg. "Hagrid" bestellt gerade den Garten und erklärt die Feinheiten und Tücken des Hauses. 

Wir sind angekommen!

16. Juni 2020

Zürich - Tournus

Um 9 Uhr übernehmen wir den Renault Clio, kurz nach 10 Uhr ist das Gepäck eingeladen und wir sind auf der Autobahn Richtung Westen.
Die Euphorie Ursulas am Steuer findet einen Unterbruch kurz vor Lenzburg. Her Dell'Anna - der Autovermieter - hat einen Koffer mit irgendeinem Boschanalysgerät in unserer Limousine vergessen... Also kehren wir um und übergeben das Teil beim Fressbalken.

Danach fahren via Jura und finden Tournus. Erkunden es (naja, die Kathedrale muss warten, erst einmal sind Apéro an der Saône) und überraschenderweise in unserem Hotel, das den ersten Tag nach Corona-Lockdown offen hat, nachtessen wir.
Am folgenden Tag wird Peter am Steuer sein...

15. Juni 2020

Zürich

Noch ein Tag bis zur Abreise.
Die Route ist geplant. 

Tag 1: Zürich - Tournus

Tag 2: Tournus - Coux-et-Bigaroque-Mouzens

14. Juni 2020

Zürich

Noch zwei Tage bis zur Abreise.
Die Frisur sitzt; der Soundtrack für die Reise ist in Abklärung; die Koffer sind leer.

13. Juni 2020

Zürich

Noch drei Tage bis zur Abreise.
Der Mietwagen ist reserviert; die Reiseroute steht; das Hotel für den Zwischenhalt ist gebucht. 
Die Frisur sitzt noch nicht; die Koffer sind leer. 

Da geht es hin

Da geht es hin

Da geht es hin


Da geht es hin